Projekte

Zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung einer möglichst großen Zahl von Menschen unterstützen wir zwei Kliniken: in Dogh Abad (südlich von Kabul) und in Deh Sabz (nordöstlich von Kabul). Diese Krankenhäuser werden zum großen Teil durch Spenden finanziert. Wir arbeiten indessen nicht nur auf dem Sektor der medizinischen Versorgung, um gegenwärtige Not zu lindern, sondern investieren auch in die Zukunft des Landes und seiner Bevölkerung, z.B. in Form der Zugänglichkeit schulischer Ausbildung. So konnten wir in Djalalabad ein Schulgebäude errichten, in dem afghanische Kinder Wissen und Fertigkeiten erlangen, damit sie in einigen Jahren am weiteren Aufbau ihres Landes mitwirken können.


Im Jahre 2010 begannen wir mit dem Neubau unserer Berufsschule auf dem Klinikgelände in Dogh Abad. Das Gebäude ist fast fertig gestellt und wird bald an uns übergeben. Es wird über sieben Klassenzimmer verfügen (genaue Informationen s. newsletter Juli 2010). Um uns ganz diesem Projekt widmen zu können, beendeten wir die Partnerschaft mit IOC.


Wir betreuen und finanzieren folgende Projekte in Afghanistan (s. Lageplan):
neue Berufsschule in Dough Abad,
Klinik Dogh Abad mit 13 Beschäftigten,
Klinik Deh Sabs mit 16 Beschäftigten (Stand Nov. 2010).

Die jährlichen Ausgaben betragen für die Klinik Dogh Abad ca. 43.000 € und für die Klinik Deh Sabs 40.000 €, ihre Einnahmen 14.600 € bzw 13.500 € (s. Leistungsbilanz).
In beiden Kliniken werden jeweils an sechs Tage in der Woche (außer Freitag) vor allem Kinder und Frauen ambulant gegen einen geringfügigen Betrag versorgt. Dieser beträgt etwa 5% des durchschnittlichen Honorars eines Arztes in Afghanistan und beinhaltet die ärztliche Untersuchung sowie erforderliche weitere Untersuchungen wie beispielsweise Standardlabor-Untersuchungen sowie die Versorgung mit Medikamenten.
Die technische Ausstattung der Kliniken ist gut: So stehen u.a. jeweils ein Labor, eine Apotheke, ein Ultraschallgerät und ein zahnärztlicher Behandlungsraum zur Verfügung.
Die Mitarbeiter werden mit einem gemieteten Minibus zur Arbeit und zurück gebracht.
Bestimmte Leistungen werden den Patienten in Rechnung gestellt: Der Eintritt kostet 20 Afghani, ein Schwangerschaftstest 20 Afghani, eine Blutzuckeruntersuchung 20 Afghani, eine Ultraschalluntersuchung 40 Afghani (1 Euro entspr. 65 Afghani). Vergleichbare Einrichtungen in Afghanistan berechnen den Patienten gewöhnlich das 10-fache.
Alle anderen Untersuchungen und Behandlungen (inkl. Laboruntersuchungen) sowie Medikamente werden dem Patienten kostenlos zur Verfügung gestellt. Ein Teil der benötigten Arzneimittel und sonstigen Bedarfsgüter werden über die Einnahmen der Klinik finanziert.

AKHD e.V. • Novalisstr. 8 • 40474 Düsseldorf • Tel.: 0211 - 43 43 03 • info@akhd.de

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